Aktuelles

Jahreshauptversammlung 2016

Liebe Vereinsmitglieder,

am 18.11.2016 fand unsere Jahreshauptversammlung statt.

In diesem Jahr wurden wieder Vorstandswahlen durchgeführt.

Ein neuer Vorstand für die nächsten 2 Jahre hat sich gefunden.

Er besteht aus folgenden Mitgliedern:

1. Vorsitzender: Harald Sprenger
2. Vorsitzender: Ralph Rehberg
Kassenwart: Dieter Rüther
Flugwart: Martin Gerke
Platzwart: Wilfried Müller

In dieser Zusammensetzung wollen wir mit allen Mitgliedern des Geseker-Modellverein e.V.
den Flugbetrieb aktiv gestalten.

Mit vielen Grüßen

Der Vorstand


Zeitung “ Der Wochentip“ bei uns am 18.05.2016

Statt „grenzenloser Freiheit“ bald auf 100 Meter Höhe eingesperrt?

Heimische Modellflugfreunde kritisieren angedachte Pläne des Verkehrsministeriums

Geseke. (so) Harald Sprenger verfolgt mit Argusaugen sein Flugzeugmodell, das mit einem gleichmäßigen Surren seine Runden über das Fluggelände am Tudorfer Weg in Geseke dreht. In rund 60 Metern Höhe zieht der Hobby-Modellflieger per Fernsteuerung seine Maschine nach oben. Diese kämpft sich in einem Bogen in die Höhe, fliegt kurz in Rücklage, um dann den Looping in sicherem Abstand zum Boden abzuschließen. Ein Flugmanöver, das laut Sprenger, dem zweiten Vorsitzenden des Geseker Modell Vereins, bald kaum noch möglich sein wird.

Zumindest nicht, wenn die Bundesregierung die befürchtete Höchstflughöhe von 100 Metern für jeglichen Modellflug einführen sollte. Auslöser für die Überlegungen des Verkehrsministeriums sind vermehrte Vorfälle mit Multikoptern, gemeinhin auch Drohnen genannt, die sich einer immer größeren Beliebtheit erfreuen. Der mit diesen Fluggeräten betriebene Missbrauch werde aber durch die angedachte Änderung der Luftverkehrsordnung nicht aufgehoben, vermuten die Mitglieder des Geseker Vereins. Stattdessen würde Personen, die den Modellflug ernsthaft betreiben, ohne triftigen Grund eine schmerzhafte Einschränkung auferlegt.

Denn eine maximale Flughöhe von 100 Metern würde bereits bei kleinen Modellflugzeugen das Manövrieren nahezu unmöglich machen. Sportliche Modelle, die gar 200 km/h schaffen, müssten gleich am Boden bleiben. „Bei dieser Geschwindigkeit bewegt sich das Flugzeug mit rund 55 Meter pro Sekunde. Ein Sinkflug aus 100 Metern Höhe würde nach nicht einmal zwei Sekunden am Boden enden“, veranschaulicht Harald Sprenger das Problem. Gleichzeitig würde die Änderung der Luftverkehrsordnung nichts in Sachen Sicherheit bewirken, betont Vereinsvorsitzender Bernd Kusch. Denn das Überfliegen von beispielsweise Flughäfen und Menschengruppen oder die Verletzung der Privatsphäre mit Drohnen sei bereits von Gesetzes wegen verboten. „Es gibt nichts in Deutschland, das so sehr reglementiert ist, wie der Luftverkehr“, ergänzt Sprenger.

Und wer mit einem Multikopter Unfug anstellen wollte, würde sich auch von einer Höhenbeschränkung nicht aufhalten lassen. Dabei stellen Drohnen an sich kein Übel dar, Bernd Kusch besitzt sogar selber eine. „Es hat alles seine Daseinsberechtigung, man muss nur wissen, wie man damit verantwortungsvoll umgeht“, bringt es Sprenger auf den Punkt.

„Kein Regulierungs-, sondern vielmehr ein Vollzugsdefizit“

Modellflugfreunde wehren sich mit Online-Petition

Geseke. (so) Heimische Modellflugfreunde sind in Sorge, denn aufgrund von vermehrten Vorfällen mit Multikoptern beziehungsweise Drohnen denkt das Verkehrsministerium darüber nach, eine Höchstflughöhe von 100 Metern für jeglichen Modellflug einführen. Eine Maßnahme, die Modellfliegern eine schmerzhafte Einschränkung auferlegen würde.

Laut den Mitgliedern des Geseker Modell Vereins bestehe allerdings kein Regulierungs-, sondern vielmehr ein Vollzugsdefizit. Ihrer Meinung nach würde es deutlich mehr nützen, wenn beispielsweise beim Kauf einer Drohne der Kunde eine Mitgliedsbescheinigung in einem Modellflugverein oder eine gesonderte Haftpflichtversicherung nachweisen müsste. Denn bei organisierten Modellfliegern sei eine solche Versicherung obligatorisch und Unfälle seien im Vereinsrahmen die absolute Ausnahme – beim Geseker Verein habe es in den 45 Jahren seines Bestehens noch überhaupt keinen Zwischenfall gegeben.

Bereits mehr als 70.000 Unterschriften

Die Modellflug-Liebhaber in Geseke genießen nicht nur unter freiem Himmel die Herausforderung der Avionik und die Geselligkeit unter den insgesamt 101 Vereinsmitgliedern, auch Daheim frönen sie ihrem Hobby, beispielsweise beim Basteln an ihren Maschinen. Insbesondere junge Köpfe würden bei dieser Kleinstarbeit wertvolle Kenntnisse in Sachen Mechanik und Elektronik sammeln. Ein Umstand, der in den Augen der Vereinsmitglieder durchaus ein Sprungbrett sei, um sich auch beruflich einmal in die Richtung, beispielsweise als Ingenieur, zu entwickeln.

Friedlich surren die Modellflieger durch die warme Frühlingsluft über dem fast 20.000 Quadratmeter großen Vereinsgelände am Tudorfer Weg in Geseke. Doch unter den versammelten Vereinsmitgliedern schwillt die Sorge um ihr geliebtes Hobby.

Kampflos geben sie sich der drohenden Entwicklung allerdings nicht hin. Der Deutsche Modellflieger Verband, dem auch der Geseker Club angehört, hat auf der Seite www.dmfv.aero eine Online-Petition gestartet, die noch bis Ende dieses Monats läuft und in der sich natürlich auch Personen eintragen können, die das Hobby zwar nicht ausüben, aber Verständnis für die Modellflugfreunde haben. Und neben den Geseker Modellfliegern haben sich hier mehr als 70.000 Menschen eingetragen.